Kroatien



Das Glück läuft niemand nach, man muß es aufsuchen. -Kolping-

 

Mit diesem Menüpunkt möchte ich Ihnen das Land Kroatien als auch den Ort meines kontemplatorischen Jahres (2014) in Porec vorstellen.

Kroatien hat ca. 3,8 Millionen Einwohner und dessen Hauptstadt ist Zagreb. Der noch junge europäische Staat erlangte 1991 seine Unabhängigkeit vom damaligen Jugoslawien. Die größte Ethnie ist kroatisch (ca. 95%), diese sind vorwiegend römisch-katholisch. Touristisch kann man einiges in Kroatien erleben und erkunden. Zusammengefasst hat sich das Land seit seiner Unabhängigkeit infrastrukturtechnisch mehrfach gewandelt und modernisiert.

Die wichtigsten touristischen Landesteile sind vor allem die Adria-Küste. Angefangen mit Istrien, wegen seiner einfachen Erreichbarkeit auch ab Bayern und vor allem die dalmatinische Küste mit dem touristischem Superhighlight Dubrovnik. Freunde des deftigen / fleischigen Essen (so called: Schmackofatz) kommen in Kroatien mit den gigantischen Fleischplatten auf ihre Kosten. Aber auch guter Fisch, als auch vor allem die Haute Cuisine hat ihre Heimat in Kroatien (viele Guide Michelin Restaurants) gefunden.

Geheimtipp: Das kroatische Hinterland ab Osijek (Baranja / Slawonien) wird immer mehr touristisch erschlossen & eine Fahrt dort hin (Weine und sehr leckeres deftiges Essen) lohnt sich.
Dzimi’s Tipp: Fisch-Paprikasch

Dieses Video der britischen BBC stellt echten kroatischen „Schmackofatz“ vorrangig in der Region Slawonien / Baranja vor. Für Liebhaber von deftigen Fleisch in allen Variationen mit einer Ruhe vor Menschenmassen ist diese Region überragend. Nebenbei: Bischen viel Alkohol im Video zu sehen 😉 (Cheers!)

Kroatien hat eine weltweit verstreute Diaspora in vor allem den Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz, Nord-Amerika, Australien und Süd-Amerika. Gründe für diese negative Migration waren seit den letzten hundert Jahren vorwiegend politische- aufgrund Mangelwirtschaft des aufgesetzten wirtschaftlichen Systems (Planwirtschaft). 

Der wirtschaftliche Trend (Wohlstand) Kroatiens ist progressiv. Seit 2013 ist Kroatien Teil der europäischen Union & hat die Währung Euro im Jahr 2023 eingeführt. Eine Mitgliedschaft in der OECD steht kurz bevor. Das Kreditrating von Kroatien ist Stand Februar 2026 auf einem solidem A- (eh. BBB-, ca. 2010).

Galionsfigur der neuerlichen kroatischen Wirtschaft ist als Beispiel:
RIMAC -> Kroatischer Supersportwagenhersteller

Der Erfinder & Unternehmensgründer Mate Rimac hat während seiner Jugend in Frankfurt / Main (D) gelebt.

Ortsbeschilderung an einer der schönsten Küstenstraßen (über 500km) der Welt: Die kroatische Magistrale. …ein Träumchen an Ortschaften!

Kroatische Ritterfestspiele „Sinjske Alka“ (Eigene Aufnahme; ca. 2003) mit einem Lanzenreiter auf dem Foto. Ursprung haben die spektakulären Spiele als Danksagung für eine Marienerscheinung (Jahr 1715) auf der Seite der siegreichen kroatischen Truppen, in einer damaligen feindlichen Schlacht. Die jährlichen Spiele sind seit 2010 UNESCO Weltkulturerbe.

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Strandpromenade in Porec mit dem Vorbeiziehen in Richtung Euphrasius-Basilika.

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…so sieht jemand (Dzimi) zufrieden im Urlaub an der Strandpromenade von Porec aus! 😉

Porec ist eine touristische Stadt an der kroatischen Adria in der Region Istrien (Halbinsel). Bis nach Slowenien braucht es weniger als 30 Minuten mit dem Auto und nochmals ca. 20 Minuten benötigt man bis Italien (Triest). Es gibt auch eine regelmäßige touristische Fährverbindung nach Venedig (Italien).

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Der Kirchenturm der Basilika in Sichtweite, nach dem Spaziergang an der Promenade

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Die Euphrasius-Basilika als Gebäudekomplex aus der Sicht Seite Strandpromenade in Porec

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Das Atrium der Kirche in Porec

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Nochmaliger Blick auf den Kirchtenturm der Basilika

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Blick aus dem rechten Seitenschiff der Basilika in Richtung Altar mir Blick auf die Marienstatue

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Marienstatue der Basilika mit wunderschönem Deckenmosaik (ca. 2023)

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Blick auf den Altar mit Standort Zentrum des Kirchenschiffs




Was du jetzt für ein Hindernis hältst, wird dir später ein wirksames Heilmittel sein.
– Vincenz Ferrer –


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Blick in die Seitenkapelle der Euphrasius-Basilika. Der Teil der Kirche in dem der morgendliche Rosenkranz stattfindet, die anschließende hl. Messe und dann die eucharistische Anbetung.

Anfangs war ich als Besucher sporadisch durch die Woche, in den hinteren Bänken, anwesend. Mit den Wochen bin ich dann von den hinteren Bänken, während der Gebete, immer weiter nach vorne gewandert -> und erarbeitete (Gebete) mir die Kirchenbank der einheimischen Besucher! 😉

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Nochmalige nähere Betrachtung des Altarbereichs mit Josefstatue (links) und Marienstatue (rechts), dazu zentral der Altar mit Jesuskreuz. Das goldene Bild (oben rechts) ist der selige Priester Miroslav Bulešić. 

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Blick auf die erweiterten Hafenanlagen von Porec und der Adria als Ausgang (2023)

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Der Bahnhof von Pula mit meinem Vater (Tadija) in rotem Poloshirt

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…so ein edel geschmückter Bahnhof (Blumen) -> Die Eisenbahn kommt! 😉

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…so ein tolles Panorama am Bahnhof 🙂

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Kirche in Vinkovci, Kroatien (Region Slawonien)

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Innenbereich der wunderschönen Kirche in Kroatien mit schönen Blumen und allgemeinem Schmuck

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Direkt neben der obigen Kirche der wichtigste Platz der Stadt benannt nach meinem Namensvetter: Freiherr Josip Sokcevic (Josef Sokcevic KuK)

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Zentrum der Stadt mit Cafés

Die letzten Leuchtturmwärter von Kroatien -> Wer sucht nicht so einen Job voller Stille ? 😉
Die Luftaufnahmen mittels Drohnen als auch das eingefangene Ambiente sind für meine Ansicht sehr gelungen. Die Doku ist wegen der vielen persönlichen Passagen der Akteure sehr liebevoll erstellt.

In Deutsch und Französisch (Ton) online.

Der untere Videoclip von dem kroatischem Sänger und Liedermacher Škoro gehört zu meinen Lieblingsstücken aus der kroatischen Musik. Der Künstler hat immer wieder sehr schöne treffende heimatliebende Lieder mit Bezug zu Vergangenem und Blick in die Zukunft. Aber auch vor allem die kritische Auseinandersetzung des sozialistischen Regimes zu Zeiten Jugoslawiens und dessen Nachwirkungen. 

In Kroatien sagt man wörtlich: „Domoljubne Pjesme“ in Deutsch übersetzt: Heimatliebende Lieder.
„Heroji ne plaču“ – Helden weinen nicht! Der Kern des Liedes besingt die Opferbereitschaft von Soldaten und dessen emotionale Schmerzen, welche diese bis zum Ende ihres Lebens begleiten.

Das obige Video ist eine Doku-Zusammenfassung der Operation Maslenica (Olivenbaum) welche zum Ziel hatte, die serbische Zangensperre zwischen dem südlichen Teil Kroatiens in Šibenik mit dem nördlichen Teil Kroatiens zu lösen. Es war 1993 eine der großen Wenden des kroatischen Unabhängigkeitskriegs gegen den serbischen Aggressor. Die kroatische Armee konnte diese militärische Operation erfolgreich abschließen. Maslenica war der Beginn des Ende des Kroatienkriegs, welches in der siegreichen Verteidigung (Rückeroberung der serbisch besetzten Gebiete auf regulärem kroatischem Boden), mit der Militäroperation: Sturm (Oluja), 1995 endete!

Herkunft meiner Eltern:

Meine Eltern Vater Tadija & Mutter Ruža stammen ursprünglich aus der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Bosnien & Herzegowina. In den 1970ern sind beide nach Heirat nach Deutschland, Hessen immigriert.
Beide Eltern, also meine Großeltern, waren Landwirte und Selbstversorger (eigene Schlachtung von BIO-Schweinchen – so called: Wild-Schweine! 😉 )
Jedoch mussten auch meine Großväter etliche Durstrecken bzgl. Lebensentfaltung in Jugoslawien durchstehen und haben viele Jahre in Deutschland, Babenhausen (Großvater väterlicherseits) oder in Österreich, Wien (Großvater mütterlicherseits) noch Geld dazu verdienen müssen, um dabei ihre Familie über Wochen und Monate, über die Jahre im bäuerlichen Hof zurück zu lassen.
Großvater Vater war im Straßenbau beschäftigt und Großvater Mutter war Zimmermann!

Die Herkunft (Orte) meiner Eltern bis 1991 (Sezessionskriege Jugoslawien).
Bosnien & Herzegowina
Ort: Turić, Tadija (Vater)
Ort: Blaževac, Ruža (Mutter) 

Die Dorfdisco war in Pelagićevo wo sich meine Eltern beim Tanzen kennen gelernt haben. 😉

In beiden Orten wurden unsere Anwesen komplett ausgeräumt und dann bis auf die Wandmauern entkernt (sogar die Kupferkabel wurden mitgenommen). Meine Großeltern sind dann in den letzten Tagen, bevor die Orte an die serbischen Einheiten gefallen sind, nach Kroatien geflüchtet. Eltern Mama nach Osijek / Josipovac und mein Großvater väterlicherseits nach Privlaka (Kroatien / Slawonien) in ihre zweiten Anwesen. 
Von dann an wurde uns allen klar, dass eine Rückkehr in die angesparten und erarbeiten Häuser aus der Diaspora (D, A, CH) nicht mehr möglich sein wird. 
Unser aller Zukunft als Kroaten in Bosnien haben wir nur noch in Kroatien gesehen!

Das obige Video der kroatischen Künstlerin Tajči mit dem Song: Hajde da Ludujemo English: Let’s Party! War der letzte jugoslawische Song für die Eurovision 1991, in Zagreb damals Jugoslawien.
Danach ist der Staat auseinandergebrochen und mündete im Jugoslawienkrieg. 
Die Sängerin Tatiana Cameron (Tajči) ist auf dem Video gerade mal 20 Jahre alt. Der Song ist live gesungen. 

Die Show und die Bühneneinlagen sind für mich persönlich bis heute noch klassisch als auch die Kleidung – einfach nur zum Knuddeln die Sängerin.
Die Sängerin ist heute im kirchlichen Bereich, vor allem in den USA aktiv, anstelle in der Popmusik.

Das obige Fußballspiel (Kurzdoku-HRT) läutete in den Köpfen der Menschen des Vielvölkerstaates das endgültige Ende von Jugoslawien ein (13. Mai 1990).

Dinamo-Zagreb spielte gegen Roter-Stern-Belgrad in Zagreb (Maksimir-Stadion). Schon am Vortag reisten etliche Fans von Roter-Stern-Belgrad nach Zagreb und skandierten mit serbischen nationalistischen Parolen in Jugoslawien / Zagreb als auch demolierten die Fans etliche Gegenstände wie z.B. die Straßenbahnen.
Die seit jeher rivalisierenden beiden Fußballclubs und dessen Fans, beglichen dann etliche offene nationalistische Rechnungen im Stadion von Zagreb.

Das Spiel konnte wegen der nun aufkochenden Gewaltexzesse beider Fangruppen nicht angepfiffen werden. Die Sicherheitsorgane haben im Stadion mehr die Fans von Roter-Stern-Belgrad passiv gedeckt. In der Szenerie wurde ein kroatischer Fan von Dinamo-Zagreb mit Knüppeleschlägen eines jugoslawischen Polizisten verprügelt. Der kroatische Starspieler Zvonimir Boban eilte & schützte den kroatischen Fan vor den Knüppelschlägen des jugoslawischen Polizisten indem er den Polizisten mit einem Sidekick umwarf (Minute 1:48). 

Diese symbolische Revolte vom Kroaten Zvonimir Boban gegen das kommunistische Regime, welches durch die Polizei repräsentiert wurde, war der Auslöser für das Umdenken, vor allem der kroatischen Bevölkerung, ob es denn wirklich noch Sinn macht unter so einem Staat mit serbischer Hegemonialstellung weiter zu verbleiben.

Der unabhängige kroatische Staat begann Form anzunehmen!

Reflexion der Geschehnisse auf die heutige Zeit:
Mit serbischen Menschen kann ich (Dzimi) keine schlechten Erfahrungen schildern. Mehr habe ich als Bsp. Belgrad (ca. 2014) besucht und wurde immer herzlich empfangen. Meinen zweiten Job (2016) hat mir ein Deutscher mit serbischer Abstammung verschafft (Vorname: Dušan, Nebenbei nochmals: Hvala! 🙂 ). Auf der Arbeit habe ich mehrfach serbische Kollegen gehabt als auch habe ich diese heute noch. 

Ich würde es auf die Großmacht Politik von damals Slobodan Milošević setzen, dass der Staat Jugoslawien unter Krieg zerfallen ist.
Politik habe ich nicht studiert aber es ist sehr schwierig so viele Völker (eh. Jugoslawien) politisch als auch ökonomisch (starke geographische Wohlstandsgefälle) unter einen Hut zu bringen.

Ich wünsche der Region einen Frieden auf Dauer und deutlich mehr Völkerverständigung!
In Bosnien kann man auch einiges erleben: Bspw. Sarajevo (Olympische Winterspiele 1984), Mostar usw. An den Landstraßen in Bosnien kann man köstlichen deftigen Schmackofatz bekommen (Gegrilltes Lamm oder Spanferkel vom Grill).
Nebenbei: Bosnische Menschen können sehr lustig sein und haben in der Regel einen tief schwarzen Humor! 😉

Zu Zeiten des Bosnienkrieges (1992-1995) wurde die Hauptstadt Sarajevo von serbischen Einheiten, logistisch durch die eh. JNA unterstützt, belagert. Wichtige und dringend notwendige medizinische Hilfsgüter konnten mehr oder minder nur noch via Luftbrücke nach Sarajevo gebracht werden. Die Stadt war eingekesselt. Aus dem italienischen Ancona wurde die Stadt fortan von deutschen, britischen, französischen und US-Amerikanischen als auch kanadischen Flugzeugen versorgt. 
Der Endanflug zur Landung begann in ca. 6.000 m Höhe um die Reichweite von Handfeuerwaffen (Beschuss im Landeanflug) zu umgehen.
Im Privaten (Sturzflüge, Seitengleitflüge (SLIP), Steilkurven, Parabeln etc.) macht das einen Heiden Spaß (Flugkräfte die einwirken als auch das Limit des Flugzeugs zu testen). 
🙂
Fortan wurde und wird ein solcher Sturz-Lande-Anflug: „Sarajevo-Approach“ genannt!

Der Kroate Mirko Novosel ist mein persönlicher Superheld! Nicht weil ich ein überragender Basketball Enthusiast / Spieler bin, sondern weil ich die unscheinbare Aura des Trainers Novosel so mag. Er sagte in einem Interview für das kroatische Fernsehen einmal: „Wenn ich die Eingangstür der Basketballhalle betreten habe, wusste jeder wo sein Platz ist.
Novosel konnte Menschen intrinsisch ;-), weltmeisterlich motivieren! Trotz damaliger Basketball-Sportriesen wie die UDSSR oder die USA, hat er Medaillen und Siege eingefahren!
–> Das nenne ich positives Leadership!

Februar 2026