„Rocamadour, du bist die erste Stufe der Himmelsleiter.“ -André Breton-
Die Wallfahrtsstätte in Rocamadour in Frankreich ist auch ein Pilgerziel für mich in 2026 gewesen. Aufgrund ihrer Lage in den Bergen auf einem Felsen, wird diese auch die hängende Stadt genannt. Den Tipp und die Vorstellung des Orts gab mir meine Französischlehrerin! 😉
In dem Wallfahrtsort gibt es eine Statue der schwarzen Muttergottes als auch das Grab eines Einsiedlers (Eremit).
Der Bußgang ergibt sich durch das Besteigen der ca 220 Treppenstufen bis zur Kapelle der Schwarzen Madonna von Rocamadour und zwar mit den Knien!
Als ich das von meiner Französischlehrerin hörte, dachte ich mir: Sehr interessant -> Das muss 😉 ich auch machen!
Das Ergebnis – Lohn des Bußganges ist der vollständige & komplette Sündenablass, nach Bedingungen des örtlichen Priesters. Es sollten die 220 Stufen von Rocamadour mit den Knien bestiegen werden- je nach Machbarkeit & mit Rücksicht auf evtl. Gebrechen.

Das Panoramabild von Rocamadour – die hängende Stadt in Frankreich.

Rocamadour aus der näheren Aufnahme mit Blick auf die Kirche: Notre Dame de Rocamadour.

Der erste Anfang des Aufstiegs auf den Knien – ich konnte es (Strapazen) in dem Moment nicht abschätzen. 😊

Wetten dass ? Dzimi in 120 Minuten anstelle 180 Minuten die Treppenstufen von Rocamadour via Knie besteigen wird? (Schluchz 😉)

Der erste Teil (für mich Abschnitt) ist geschafft. Ich habe es mir deutlich deutlich schlimmer von den unbequemen Schmerzen unter Knien vorgestellt. Dank leichtem Regen waren die Treppen stets gekühlt und der Sand war aufgelöst, sodass kein trockener Sand auf den Knien schmirgeln konnte. Es ging Stufe für Stufe in 10-15 Stufen Etappen dann ca. 3-5 Minuten Pause (im Regen 😉).

Yeah! Der erste Teil des Aufstiegs ist nach ca. 45 Minuten geschafft. Jetzt habe ich noch ca. 2/3 vor mir!

Die erste Wendung innerhalb des Treppenaufstiegs, danach kam ein ebenes Plateau. Es regnet noch immer. 😉

Das Ziel ist in Sicht (Juhuuuu) -> der obere Torbogen. Gleich muss ich keinen Regen mehr ertragen unter dem Gebäude mit weiterem Aufstieg.

Ab jetzt weniger Regen und ich komme in den letzten Teil des Aufstieg, noch ca. 1/3 zu besteigen. Der Unterschied trockene Treppenstufe bzgl. naßer Stufe ist von der Kühlung deutlich zu spüren.
Jetzt kann mich nichts mehr bis zum Ziel aufhalten! 💪

Jetz‘at – der letzte Teil des Aufstiegs ist definitiv erreicht. Nur noch ‚a Weng‘ bis zum Ziel! Jetzt bin ich sehr nass vom Regen als auch lassen die Kräfte von den wirklichen Strapazen deutlich nach. Aber das Ende lasse ich mir nicht nehmen! 👍

Hl. Jakobus – Ora pro nobis!

Noch sieben – sieben Treppenstufen und ziemlich genau 120 Minuten Aufstieg (inkl. mäßiger Qualen) dann habe ich das Ziel erreicht! Yeah! 👍😊👍

Das Ziel ist erreicht! Die Kapelle mit der schwarzen Madonna von Rocamadour.
Gottseidank!

So sieht jemand (Dzimi) aus, der 220 Treppenstufen von Rocamadour mit den blanken Knien bestiegen hat. Es ist wohl anzusehen, dass mir eine Last vom Herzen gefallen ist (der Sündenablass von Rocamadour).

Nochmals zum Abschluss der erste Teil des Aufstiegs der Treppen von Rocamadour via seitlicher Panoramasicht.
Vergelts Gott!
Das Erlebnis ist unbeschreiblich und es wird für immer in meiner Erinnerung bleiben! 💪
Meine (Dzimi‘s) Gedankengänge während dem Aufstieg der Treppen
Nach Vorstellung des Orts Rocamadour dachte ich mir sofort: Das schaffe ich / das will ich auch machen!
So gedacht – so getan! 😊
Stehe ich vor dem ersten Aufstieg der Treppen, nach der morgendlichen Laudes, so bekam mich ein leises Gefühl der Überforderung auf. Dann dachte ich mir – ‚versuchen muss ich es und eine Aufgabe ist in diesem Stadium, auch wenn es regnet, keine Option.‘
Ich dachte an den hölzernen Rosenkranz (Jerusalem) welche mir der Priester im Gespräch als Gebetsunterstützung mit gab im ansetzen des Knies auf die allererste Stufe. Ich hatte Zweifel in dem Moment, ob ich das Ziel bis zum Ende erreichen werde. – Ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein riesiger Schritt für Dzimi! 😉 Ab der ca. Achten bestiegenen Stufe von ca. dreizehn des ersten Abschnitts bekam ich das Gefühl vom Knie: Das geht gut!
Die richtige Ansetztechnik des Knies musste gefunden werden und ich setzte mein Abenteuer (Bußgang) fort. Es kamen vereinzelt Abbruchgedanken auf, vor allem wegen der Ungewissheit (halten das meine Knie auch komplett aus)?
Nach dem ersten Drittel (große lange Treppe) war ich mir dann sicher, -ist nur eine Frage der Zeit bis ich das ‚gewuppt‘ bekomme. Also setzte ich den Weg (Treppenstufen) bis zum Ende (Paradies von Rocamadour) fort! 💪
Im letzen Viertel, als ich auch total nass vom Regen war, ließen die Kräfte nach aber dann dachte ich mir nur noch: „Jetzt kommt die Kür!“ 😉
Ich sah die letzten Stufen des Bußganges und ein Kirchenmitglied stand auf der Spitze bereit mich zu begrüßen. Bei den letzten drei Stufen habe ich auch ein besonderes Anliegen meditiert.
-> Vergelts Gott ich habe einen Job! 💪
Zusammengefasst habe ich mir den Aufstieg deutlich härter und brutaler vorgestellt. Es ist mehr eine mentale Geduldsprobe im Gegensatz zu einer körperlichen Schwerstarbeit!
Ich kann den Bußgang jedem nur empfehlen und es ist machbar für jeden!
Gottseidank- Mission accomplished ! 😉
Die Gegend um Rocamadour, um die Dordogne ist wunderschön. Nördlich ist der Urmenschen-Ort Lascaux, östlich der große Marienwallfahrtsort: Lourdes und ca. 200km im Westen Bordeaux. Die Bahnfahrt von Rocamadour nach Perigueux war landschaftlich sehr schön. Eine Reise in die Natur in einer völlig anderen Welt. 😊