In Tiefs motivieren



Selbsterkenntnis ist die Schule der Weisheit. 
Baltasar Gracián y Morales


Es ist leicht, für ein oder zwei Tage konsequent zu sein. Die wahre Herausforderung besteht jedoch darin, diese Haltung ein ganzes Leben lang beizubehalten.
– Papst Johannes Paul II –

Papst Johannes Paul II bei einer Pastoralreise in Madagaskar (1989)
Quelle Bild: Scan aus einem Buch aus dem Jahr 2003

 


Der hl. Rosenkranz und die eucharistische Anbetung – der Weg zum Erfolg!

Seit nun 15 Jahren (2008) bestreite ich den Weg zur Behandlung meiner Schizophrenie. Am Anfang war die Medikation (Nebenwirkung) einfach nur schrecklich.

Ich zehrte noch von den guten Erfahrungen aus der Zeit ohne Medikamente (also vor meiner Behandlung) und dachte immer, die übermäßigen Schlafphasen und die Demotivation sind ein temporäreres Problem. Das kurzfristige Problem sollte sich bis zum Jahr 2014 (kontemplatorisches Jahr in Porec (HR)) ziehen. 

In diesem Jahr habe ich mein persönliches Wunder erlebt, mit der Tatsache, dass ich auch mit großem Frustgefühl aber mit Disziplin als Kompensation durchgängig kleinere Projekte auch ab 1 Jahr absolvieren kann (tägliches Rosenkranzgebet, Hl. Messe und anschließender eucharistischer Anbetung) -> Letzteres hat bei mir einen durchschlagenden Erfolg gehabt!

Euphrasius Basilika in Porec (Kroatien). Blick auf den Altar und das wunderschöne Himmelsgewölbe.

Jeden Tag habe ich 2-3h in der Kirche verbracht. Es war für mich die entscheidende Messung, ob ich wieder fit bin, einen Job, auch Halbtag, von den Wiederholungen her durchstehen kann.

Das Ergebnis der Messung nach einem Jahr ist offensichtlich und so bin ich wieder zurück nach Deutschland um mir einen Job zu suchen.

– der Jobstart: Flüchtlingshilfe, wartete nun auf mich 😉

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Dzimi als Flüchtlingshelfer für den Sozialdienst ASB (Arbeiter-Samariter-Bund). War eine tolle Zeit!

Die Idee war: Noch habe ich nicht alle Mittel und Möglichkeiten ausgeschöpft um auf Dauer (immer) in der Erwerbsunfähigkeit zu landen. 
Also war meine goldene Losung: Schlagzahl ist die härteste Währung & ich arbeitete schneller und besser als jeder Brunnenputzer aus dem letzten Jahrhundert! ,-)

Im Dezember 2025 werde ich wieder 10 Jahre am Stück in Arbeit sein! Davon 5 bei der Deutschen Bahn (Juli 2025). Die anderen 5 Jahre ASB und Rechenzentrumsdienstleister.

Richte dich an den Worten: „Cor contritum et humiliatum, Deus, non despicies“ – ein zerknirschtes, gedemütigtes Herz wird der Herr niemals verschmähen, niemals von sich weisen.
(hl. Escriva)

 

Durstrecken mit christlichen Lebensregeln durchstehen!

Am Anfang habe ich nach weltlichen Motivationstechniken & Erfahrungsschätzen Ausschau gehalten.
Das ist nicht grundweg falsch aber um das seelische Problem zu greifen und sich von innen mittels Selbstheilungskräfte zu heilen, sind christliche Schriften von unschätzbaren Wert. Als Kind bzw. Teenager dachte ich mir immer  -wenn einer Lösungen für viele Probleme hat, dann die Kirche!

Die Bibel auch mit dem alten Testament ist eine sehr guter Anfang aber ohne wirklichen Beistand (Bibelkurse) nicht gänzlich zu erschließen. Also fing ich an Bücher von Papst Benedikt, damals nach dem bürgerlichen Namen Kardinal Ratzinger zu lesen wie z.B. „Gott und die Welt“ oder aber mein Lieblingsbuch über alle Genres: Jesus von Nazareth, Band II; Benedikt XVI.

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Papst Benedikt XVI. im Zisterzienser Kloster in Wien (September 2007); Foto: Scan aus einer Karte

Das weltliche Testament von Papst Benedikt XVI. (Verstorben 31.12.2022) hat mich zart berührt indem ich mir dachte, so eine hochgestellte Persönlichkeit und so ein feinfühlig und zurückhaltendes weltliches Testament. – die einfachen Dinge scheinen doch am schwierigsten zu sein.

Hier ein Auszug aus dem ersten Absatz: Link aus dem Domradio

„Ich danke vor allen anderen Gott selber, dem Geber aller guten Gaben, der mir das Leben geschenkt und mich durch vielerlei Wirrnisse hindurchgeführt hat; immer wieder mich aufgehoben hat, wenn ich zu gleiten begann, mir immer wieder neu das Licht seines Angesichts geschenkt hat. In der Rückschau sehe und verstehe ich, dass auch die dunklen und mühsamen Strecken dieses Weges mir zum Heile waren und dass Er mich gerade da gut geführt hat.“

Ich (Dzimi) kann dem selbst nichts hinzufügen. Nur kann ich sagen, dass meine Erfahrungen im Leben mit Gott sehr ähnlich sind, vor allem in den dunklen Stunden meines Lebens.

Immer wieder neu anfangen!

Immer wieder neu anfangen, muss das Motto werden auch nach Rückschlägen. Seien diese bezogen auf die Gesundheit oder den Beruf!

Das hört sich jetzt alles so „einfach“ an aber ich habe 7 Jahre lang den größten psychischen Druckmechanismus ausgehalten, welcher sich Unsicherheit nennt!

Sieben Jahre wusste ich nicht wirklich in welche Richtung ich strampeln soll!
Jetzt im Rückblick hat (bisweilen) alles eine durchgängige Schnur und Logik.
(Mein persönlicher Rückschluss bzgl. immer wieder Aufstehen)

Meine Krankenschwester und Arbeitspsychologin meinten unabhängig zu mir:
„Hr. Sokcevic, hoher Respekt vor dem Erreichten!“ 

Meine Antwort: „Welche Wahl hatte ich ?“ 

Option 1: – Untergehen –

Option 2: – Strampeln –

Ich habe mich für letzteres auf Dauer entschieden und ich kann zurückschauen! 😉

 
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Dzimi 2012 in Argentinien vor dem Perito-Moreno-Gletscher 🙂

Mir wurde von einer evangelischen Frau gesagt: „Gott wird Dir genau die Last geben die Du tragen kannst!“

Mein Priester schickte mir ein Büchlein mit einer einfachen Geschichte:
(sinngemäß): Jemand trug ein Kreuz und es war ihm unbequem, so ging er in eine Kammer und probierte 100 verschiedene Kreuze aus. Ein jedes Kreuz hat geklemmt oder schmerzte etc. Erst das 101. Kreuz hat wieder gepasst – denn es war das erste (eigene) Kreuz.

Das Kreuz ist eine Last von der Art, wie es die Flügel für die Vögel sind. Sie tragen aufwärts.
(Bernhard von Clairvaux)

Als Zusammenfassung kann ich aus meiner Erfahrung sagen (43 Jahre):

– „Work hard & Success will come!“ oder deutlich besser:

– Habt Vertrauen auf Gott, betet und bittet auch dass Ihr ggf. den Mond berühren wollt!

Das obige Video gehört zu meinem persönlichem Favorit aus dem Bereich Kirche. Der hl. Josemaria Escriva wurde im Oktober 2002 von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen. (Untertitel einschalten) 😉

„Einerseits betone ich noch einmal, dass die wichtigste Hilfe für einen armen Menschen darin besteht, ihm zu einer guten Arbeit zu verhelfen, damit er sich durch die Entfaltung seiner Fähigkeiten und durch seinen persönlichen Einsatz ein Leben verdienen kann, das seiner Würde besser entspricht. Tatsächlich ist ‚Arbeitslosigkeit […] viel mehr als das Versiegen einer Einkommensquelle für den Lebensunterhalt. Die Arbeit ist auch das, aber sie ist noch viel, viel mehr. Durch die Arbeit werden wir mehr zur Person, gedeiht unsere Menschlichkeit. Junge Menschen werden nur durch die Arbeit erwachsen. Die Soziallehre der Kirche hat die menschliche Arbeit stets als eine Teilhabe an der Schöpfung betrachtet, die täglich fortgesetzt wird, auch durch die Hände, den Verstand und das Herz der Arbeiter.“
Auszug aus dem Lehrschreiben Dilexi Te; Papst Leo XIV.
November 2025

Den Rosenkranz habe ich von 2014-2015 in meinem kontemplatorischen Jahr in Porec (HR), beinahe täglich mit anschließender Hl. Messe in der Euphrasius-Basilika gebetet. Bin ich anfangs sporadisch zu den Terminen (1-2 Mal / Woche), entwickelte sich dieser Gebetsgang zur wahren Sucht unter der mediterranen Sonne von Kroatien. Ab der Woche 3-4 bin ich dann jeden Tag zur Basilika, ab 07:00h gelaufen und habe mich dem Rosenkranzkreis angeschlossen. Vielleicht bin ich kein lauter Beter (präsentes Sprechen) aber ich spreche über meine Lippen die Gebetsverse und meditiere dabei. Der Chor der Gruppe und das unheimlich schöne spirituelle Ambiente ziehen einen in den Bann. Vor allem in den Morgenstunden, wenn die Sonne am Aufgehen ist. Für mich kann ich sagen verfalle ich in transzendenten Modi und zelebriere dabei meine Beziehung zu Gott! 

Mit einer meiner schönsten Rosenkränze (zum ersten Mal), durfte ich in meinem Jakobsweg (Camino) 2022 in der Kathedrale zu Pamplona auf spanisch erleben! Der Gebetsgang war absoluter Zufall, da ich aus meiner Unterkunft nach dem Lauftag (ziemlich k.o.) die Kathedrale besuchen wollte. Anschließend gab es noch eine Hl. Messe auf spanisch mit Eucharistie-Empfang.
Die Kombination: Müdigkeit vom Wandern aus dem Hintergrund der Pyrenäen, die wunderschöne Kirche, dem ruhigen Ambiente als Pilger und Gast in der Kirche (Wanderstiefel 😉 ) und das erste Mal bewusst in spanisch zu beten in einem kleinen Kreis, machten diesen Tag für mich einzigartig!

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Das Innenschiff der Kathedrale Santa Maria la Real de Pamplona, Spanien 

Beziehen wir uns auf die Zeiten der eucharistischen Anbetung während meiner kontemplatorischen Zeit in Porec (HR), so hat die Beziehung zu Gott in diesen Momenten bei mir die größte Verbindung erfahren
Zugegeben, war ich anfangs sehr skeptisch, das für mich damals mehr mittelalterlich anmutende Ritual (eucharistische Anbetung) zu zelebrieren aber – das Pochen im Herz und die Glücksgefühle die ich während der eucharistischen Anbetung und danach für Wochen erfahren habe, sind nicht zu leugnen!
Man (Dzimi) macht sich dann so seine beruf-lichen Gedanken! 😉
Ich wollte dann gar nicht mehr aus Porec  (HR) und der Euphrasius-Basilika weg aber ein Gefühl sagte mir leise & deutlich, dass ich mehr der weltliche Mensch mit einem weltlichen Beruf bin. 

Bei mir ist es nachweislich so: Jedes mal wenn ich mehr als zwei Wochen am Stück in die Kirche zur Hl. Messe, Rosenkranz und ggf. eucharistische Betrachtung gehe, erfasst mich der Zug der Stetigkeit bzgl. Kirchenbesuche.
Parallel dazu Lesen in christlicher Literatur wie das Meditieren der Psalme, etc. verstärken das Symptom!

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Altarbereich der wunderschönen Porecer Basilika (Euphrasius).
Das kleine Gemälde rechts, ist ein seliger Priester (Miroslav Bulešić) aus Istrien, welcher während der ersten Jahre der kommunistischen-Tito Zeit ermordet worden ist. (Märtyrer)

November 2025

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„Domine, non sum dignus, ut intres sub tectum meum, sed tantum dic verbo, et sanabitur anima mea.“
(Mt 8,8)

Trier, Paulinkirche (2023).
In dem Schaugefäß (Monstranz) (obiges Bild) ist das Allerheiligste in Form der gewandelten Hostie eingebettet (Aussetzung).
Für den katholischen Christen ist nach der Wandlung der Hostie durch den Priester, Jesus Christus in der Kirche / Welt präsent.
Während der Präsenz wird das Allerheiligste (normalerweise knieend) angebetet.
Der Priester segnet und bekreuzigt im Anschluss die Gemeinde mit einem sakramentalen Segen. (Schwenken in Form eines Kreuzes der Monstranz mit dem Allerheiligsten).
Die bekannteste liturgische Feier mit dem Allerheiligsten ist die Fronleichnam Prozession innerhalb der katholischen Kirche.

Für mich selbst muss ich es wiederholen:
Meinen Biss für den ersten Job habe ich in der Euphrasius Basilika in Porec von 2014 – 2015 während der eucharistischen Anbetung erhalten.
War ich vorher wie ein nasser Lappen in Sachen Motivation, habe ich unter unangenehmer Medikation (starke Nebenwirkungen wie Müdigkeit), meine ersten Projekte wieder angehen können.
Das Ergebnis der eucharistischen Anbetung ist jetzt 11 Jahre (2026) danach (Arbeitsfähigkeit & Erfolge) nicht abzusprechen.

Hätte ich damals (2015) nicht den Pfad der Arbeit bestritten (Flüchtlingshilfe), so wäre mit Sicherheit jedes Jahr später, eine Wiederaufnahme von einer Arbeit (Erwerbsfähigkeit), nochmals mindestens komplexer in Form von Wohlwollen eines Arbeitgebers geworden (Loch im Lebenslauf).

Zusammengefasst war die Zeit ab 2015 bis zu jedem Boost an Genesung (neuere Medikamente bis aktuell 2025) sehr unangenehm (Demotivation & Ängste) aber ich dachte mir immer wieder:
Die Bilanz ist unter Arbeit und Angst besser als die ohne Arbeit und keine Angst (zu Hause rumsitzen).


-> Dzimi’s Welfare Effect! 🙂

Zitate von Papst Benedikt XVI. zur eucharistischen Anbetung:

„In der Hostie ist das Weizenkorn verborgen, das bis zum Ende der Welt durch die Zeiten geht und Frucht bringt.“

„In der Anbetung sagen wir: Herr, ich vertraue mich dir an, denn nur du kennst den Weg und gibst mir Kraft für die nächsten Schritte.“


„- Aus eigener Erfahrung (Dzimi) kann ich sagen: Die eucharistische Anbetung wirkt!
Eine positive Wirkung kann zwar über die Zeit dauern bspw. ein Jahr und mehr (regelmäßige Anbetung des Allerheiligsten) aber nach jeder Anbetung fühle ich mich innerlich transformiert und innerlich näher zu Christus! 
Wenn ich in meine Kapelle (Kirche) zur Anbetung gehe, so kann das auch bis 2h und ggf. länger dauern. 

– Das Ergebnis kommt mit der Zeit!
Mit dem Meditieren meiner eigenen Gedanken im transzendentem Modus vor dem Allerheiligsten werde ich innerlich erhellt. Der Modi bringt mich immer wieder auf den richtigen Weg -> Zu Jesus Christus!

Wenn du dich dem Tabernakel näherst, denke daran, dass es seit zwanzig Jahrhunderten auf dich wartet.
– hl. Josefmaria Escriva – 

Gebetszettel
Die Christen wandten sich schon immer an die Heiligen, damit ihre Gebete durch deren mächtige Fürsprache vor Gottes Angesicht gelangen. So haben es sich Viele zur Gewohnheit gemacht ihre Anliegen dem heiligen Josefmaria anzuempfehlen.

Gebet:
Gott, Du hast dem heiligen Priester Josefmaria durch die Mittlerschaft Mariens reiche Gnaden geschenkt.

Du erwähltest ihn zum treuen Werkzeug, um das Opus Dei zu gründen als Weg der Heiligung durch die berufliche Arbeit und durch die Erfüllung der täglichen Pflichten als Christ.

Hilf auch mir, alle Augenblicke und Umstände meines Lebens in Gelegenheiten zu verwandeln, Dich zu lieben, der Kirche, dem Heiligen Vater und meinen Mitmenschen froh und einfach zu dienen und so die Wege der Erde mit dem Licht des Glaubens und der Liebe zu erhellen.

Erhöre auf die Fürsprache des heiligen Josefmaria meine Bitte … Amen.

 

 

 Quelle: Von der offiziellen Webseite des Opus-Dei entnommen.

Wenn du einsam bist, suche jemanden, der noch einsamer ist. Ihr werdet einander trösten, miteinander aufbrechen und die Welt verändern.
– Papst Johannes Paul II –

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Papst Johannes Paul II mit Helmut Kohl während seiner Pastoralreise in Deutschland (1996)
Quelle Bild: Scan aus einem Buch aus dem Jahr 2003

Juli 2026

Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.
Konfuzius